DM im 6 h Lauf in Münster (11.03.2017)

Am Vortag zu den Deutschen Meisterschaften im 6 h Lauf, bei denen ich eh nur ein kleines Licht sein werde, weil ich auch nicht explizit jetzt auf sowas hintrainiert habe ,absolvierte ich zu Sonnenaufgang nochmals ein Häufchen im regenerativen  Tempo und genoß den “Traum von Freiheit” in der Natur.

Nach Leipzig, wo ich auf 100km im August gestartet war, ist dieses nun meine 2. DM und ich hoffe, das mein Minimalziel von 60km erreicht wird. Um 10.00 h soll Start sein  und es werden einige Bekannte dort sein. Es ist die verrückte Welt der Ultraläufer,die sich hier trifft und ich weiß es noch ,als ich meinen allerersten 6 h Lauf in Iserlohn am Seilers lief,wie überrascht ich war, dass die Leute dort mit Campinggedecken aufschlugen, Wechselkleidung und Eigenverpflegung dabei hatten. Eine vollkommen entspannte Atmosphäre, gar nicht so leistungsbezogen, wie ich mir Läuft vorgestellt hatte,oder bis dahin kennenlernte. Ich habe immer Vollgas gegeben, entspanntes Laufen, war für mich kein Wettkampf. Ich denke im Grunde im Herzen immer noch so, aber die Distanzen imponieren mir beim Ultralauf so und bringen einem in gewisser Weise Respekt bei Außenstehenden ein, von denen man meist nur dumm gefragt wird, warum man eigentlich  ein Auto hätte. Ich war bereits am Vorabend in Münster,konnte nach reichhaltig viel Pastaparty früh ins Bett gehen, denn Schlaf ist vor so einer Belastung für mich enorm wichtig.

Dann kam der Tag der Tage: Ich traf mich noch mit bekannten Läufern, zusammen arrangierten wir unseren Quadratmeter Tisch für die Eigenverpflegung.Süßes darf ich erst wieder nach der Marathondistanz essen, das ist seit 10 Jahren mein Vorsatz von Silvester bis zum ersten Marathon ohne Süßigkeiten auszukommen- und es klappt immernoch-

Das Wetter war am Anfang noch etwas frisch, aber im Laufe der Stunden, die man auf diesem 5km Rundkurs auf einem Truppenübungsplatz in Handorf läuft, wurde es ein wunderbarer Frühlingstag, an dem es wieder richtig Spaß machte, unterwegs zu sein. Das Tempo war die ersten Stunden mit 5 Min . eigentlich zu schnell, aber ich ließ mich drauf ein. Hier und da sah man bekannte Gesichter, fand Mitläufer für einige Kilometer. Ich war erstaunt, wie schnell die ersten 17 km bergigen.

Die Runde betrug flache 5,08km mit 2 Verpflegungspungten, wo ich jeweils immer 0,3 l zu mir nahm. Ich hatte Durchgangszeiten ,die irgendwie im Kopf zurechtgelegt waren: Halbmarathon in 1:45 , den Marathon in 3:29 h,so das  es das erste Mal war, dass ich die Zweite Hälfte schneller lief, als die erste Hälfte! Nun war das Ziel, die 50km in neuer persönlicher Bestzeit zu absolvieren, was nach 4:13 auch der Fall war. Ich war voll auf Kurs 70km, mußte aber der Schnelligkeit Tribut zollen und so holte ich nach und nach Läufer ein, achtete sehr bedacht darauf, dass ich nicht überrundet wurde, was bei den “Raketen”, die am Start waren,wenig möglich war,aber ich hielt meinen Zug durch. Die Zwischenzeiten für den HM war bei 1:45, bei Marathon  knapp unter 3:30 und die 50 km passierte ich mit einer PB von 4:13 h Ich kann es also doch noch. Da es jetzt nur noch galt, das persönliche Ziel (zw. 60-70km) zu kommen, bewegten sich die Beine fortan schwerer und der Kopf mußte harte Arbeit leisten, um Runde für Runde zu überstehen. Mittlerweile kannte ich fast jeden Strauch und hangelte mich von VP zu VP. Ich schaffte es 13 Runden zu absolvieren und lief in der letzten Runde noch gut 800m.Dort legte ich das “Nummernsäckchen ab, so dass vermessen werden durfte.Leider kamen diese Restmeter aus unerklärlichen Gründen nicht in die Wertung, weshalb gleich ne Reklamation an die Rennleitung geschrieben wurde. Ich weiß aktuell nicht, ob da noch etwas korrigiert wird , aber der aktuelle(noch nicht vollendete Eintrag weist mich aus, als 5. der M40, die mit knapp 50 Leuten gesetzt war und als Gesamt 63. von 776 Läufern und das bei einer DM. Glaube ich kann doch noch etwas reißen, trotz Hüftbeschwerden und Co. Aber wenn der Kopf stimmt, kann alleine der schon eine Menge rausholen.

Der Nachteil an den Stundenläufen ist meiner Meinung :Man hat keine fest vermessenen Strecke von A nach B,sondern muß sich die Kraft für X- Stunden einteilen,das fordert den Kopf noch mehr,aber so lernt man mit seinen Kräften umzugehen…

Fazit:BIs auf die mangelhafte Restmetervermesung eine tolle Veranstaltung, wo man zahlreiche Bekannte traf, es mit den Besten des Landes zu tun hatte, einem  neuen Weltrekord über 6 h beizuwohnen und viel quatschen konnte und trotzdem gut Strecke machen konnte.

Vielen Dank an all, mit denen ich laufen konnte, mich austauschen konnte ,oder auch Späßchen machen durfte. Die Läuferfamilie ist einfach nur genial…

 

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Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit…..

Wer meine FB-Seite verfolgt, oder in der Laufgruppe ist, der kennt mein Pensum. Aber dieses Jahr ist alles anders: Ich habe meinen Versuch das Gewicht auf 72kg zu reduzieren, etwas vernachlässigt, (komme nicht auf unter 74) schaffe aber dennoch  das, was ich zehn Jahre vergeblich versucht habe zu erreichen:HM in unter 90 min.  Das klappt mittlerweile seit 3 Wettkämpfen über diese Distanz und der Marathon  sollte eigentlich  bald bei 3:15 h sein, aber dieses Jahr bin ich froh, wenn ich Zeiten unter 3:30 erreiche. Ich habe mich im letzten Jahr zu Dingen hinreißen lassen, die sich mit der körperlichen Arbeit im Strassen-/ Tiefbau und Landschaftsbau nicht unbedingt gut  vereinbaren lassen. Da waren es im Mai / Juni 2016 innerhalb von 6 Wochen 5,5 Marathondistanzen.

Bis Anfang März 2016 lag ich bei fast 600km und dieses Jahr sind es  knapp 390km. Schuld daran ist meine Hüfte, die einem leicht arthrotischem Veränderungsbild unterliegt und entsprechend schmerzt,so das ich vor einiger Zeit  schon zum Orthopäden ging,weil ich dachte, ich hätte einen Leistenbruch. Anzeichen dafür (tastbar) gab es nicht und nach einer lustigen “Bewegungsstunde” auf der Liege  und etwas Durchleuchten kam der Verschleiß zum Vorschein…

Jetzt habe ich heute (07.03.17) erstmal seit längerer Zeit wieder 4x 4000m Intervalle zu 17:00 min , 17:24/ 17:30  und 17:40 gemacht, was in der Summe mit Ein-/Auslaufen  für 20km reichte.  Mein Training in der letzten Zeit hat sich mehr oder weniger langweilig über 20km Distanzen hingezogen, nur um Kilometer zu  schrubben.

Dabei immer im Hinterkopf, die Deutschen Meisterschaften im 6h Lauf am 11.3. in Münster. Dass ich dabei keine Rolle spielen werde ist mir klar, auch wenn ich es gerne wollte, aber mein Zug ,Topleistung zu bringen ist abgefahren, bzw. war nie da, weil ich zu spät mit dem Laufen begonnen habe. So friste ich mein Dasein mit der Zielsetzung, das Beste aus mir rauszuholen und dabei körperliche Grenzen zu finden. Für den 6 h Lauf denke ich, sind 60km das Minimum , was rauszuholen sein wird. Alles was über 70km ist, wäre eine mega-Überraschung, aber immer schon den Blick auf die Hüfte richten, die zuletzt bei den 50km in Bottrop (4:22 h ) ruhig war. Ich freue mich auf einige bekannte Gesichter, die dort laufen werden und bin mir sicher, das ich in bester Gesellschaft mit der “Läuferfamilie” meine Zielsetzung erreichen werde.

Das Hauptaugenmerk in diesem Jahr ist ganz klar der Taubertal100 Anfang Oktober, den ich in 10:30 h schaffen möchte! Unter dem Jahr im Sommer kommt bestimmt der ein oder andere Marathon hinzu , der Kölnpfad als Staffel (?),wo ich aber diesmal nicht als Staffelorganisator fungiere, weil ich mir das nicht mehr antun möchte, irgendwie Personen zu finden, weil “laufend” Teilnehmer gekniffen haben und Ersatz hermußte. Letztendlich waren es für 171km 3 Leute, und somit die kleinste Staffel, die mit knapp unter 21 h sehr gut bedient war.

Ich bin gespant, was das Jahr bringt, im Moment komme ich mir vor ,als wäre der Winterschlaf vorbei und die Frühjahrsmüdigkeit setzt ein…  Nach Münster am Samstag weiß ich wie ich stehe und es weitergeht.

 

Tag 3 der Porzer Winterserie HM (19.02.2017)

Der Ablauf ist vor jedem Wettkampf ein Ritual geworden: Am Vorabend meist haufenweise Nudeln  (beim Marathon bis zu 500g! mit Sauce ),3 Std. vor dem Start aufstehen, am Morgen 100g Weißbrot mit Honig, ein Joghurt, Tasse Milch, der Gang auf den stillen Ort und dann noch etwas Mobilitätsübungen für die geschundene ,arthrotische Hüfte.Wenn Zeit ist, etwas ruhen,den Kopf auf die bevorstehenden Aufgaben “einnorden”.In Ruhe zum Start fahren/gehen. Manchmal trifft man bekannte Gesichter. Als ambitionierter Läufer bin ich meist vorne im Feld an der Startlinie zu finden und klopfe die Zeitambitionen der Umstehenden ab, um mir ein Bild zu verschaffen, wer “unerreichbar” scheint,bzw. an wem ich mich orientieren könnte. Wenn mir einer bei Start über 15km erzählt, dass er unter 1 h läuft, den lasse ich gerne ziehen:-)

Rechtzeitig angereist, konnte ich mich noch ein wenig warm laufen, absolvierte dabei kurze Steigerungen, mache aber nie so viel, dass ich Kraft verliere. Für heute ,wie immer beim HM in Porz wird die Einführungsrunde von 1 km gelaufen, bevor es 4 Runden zu  5 km absolvieren gibt.Die Durchgangszeiten für meine Runden lagen bei 20:48/21:08/21:39/21:25 zzgl. Einführungsrunde. In der Summe finishte ich mit 1:28:57 und erreichte von 271 Läufern Platz 33 und wurde 27 in der Gesamtwertung,wo ich knapp 3 min. langsamer war, als noch im Vorjahr. Es sind die 3 Minuten, die ich beim ersten Zehner verschenkte (42:35 und jetzt mit knapp 1:29) Es war mehr drin, aber ich will mich nicht beklagen,die Serie habe ich mit Anstand zu Ende gebracht und schloß die Gesamtwertung mit dem 4. Platz der M40 ab. Um die AK zu gewinnen hätte ich 30 min. schneller sein müssen… Unmöglich. Mein Ziel , im HM unter 1:30 zu bleiben  klappte auch im 3. Wettkampf nacheinander über diese Distanz . Leider fehlte mir heute jeglicher Orientierungspunkt,bzw. ein Zugpferd.Ein Kölner Läufer, an den ich mich heftete, rauschte davon, also die nächsten beiden  Athleten gesucht, wobei einer mit Knieproblemen  in der 2. Runde aufgeben mußte. Da lag ich noch unter den ersten 30  Rennern.Aufgrund der zu schnellen Anfangskilometerrunde ließ die Kraft irgendwann nach, aber der Kopf trieb mich an, einfach Tempo zu halten und Anschluß nicht abreißen zu lassen. Zwischendrin knallte ich einige kurze Steigerungen rein, die bestimmt einige Sekunden wert waren.

Ich hakte die ersten Wettkämpfe der M40 ab, habe versucht, an die Leistung vom Vorjahr anzuknüpfen,was aufgrund genanter Gründe  mißlang (verschleppte Grippe am ersten Veranstaltungstag und etwas Demotiviertheit und schleifenden Trainings in der Folgezeit)

Nun habe ich 3 Wochen Ruhe und bin dann beim 6 h Lauf in Münster zu finden,wo ich mir mal nichts vornehme, da ich die Stecke nicht kenne, aber 60-70km sollten machbar sein?

Dadurch, dass ich heute die 1:30 packte, habe ich für mich die persönliche Qualifikation zum Fidelitas Nachtlauf über 80km in Karlsruhe geschafft.

 

 

 

Dieses Jahr wird alles anders…

…das merke ich jetzt schon: Ich bin nicht mehr so motiviert ,wie noch im Vorjahr,versuche dennoch meine Leistung abzurufen und “dümpelt” so daher. Aus dem Vorsatz, viel mehr für die Beweglichkeit zu tun, wird auch nicht viel, statt dessen plagen mich kleine Wehwehchen und nicht zuletzt die schleichende Hüftarthrose.Mobilisierungsübungen mache ich schonmal abends vor dem Fernseher, aber ich bin weit weg davon, was ich mir letztes Jahr zum Ziel gesetzt habe. So möchte ich den 3. Wettkampftag,der Porzer Winterserie, der mich über die Halbmarathondistanz führt in unter 1:30 h (Vorjahr 1:27 h) abschließen,nachdem ich vor zwei Wochen um 40 Sekunden an der 15km PB vorbeigerauscht bin. Irgendwo kann ich es ja dann doch noch?

Dieser Blog sollte auch um viele ältere Laufberichte erweitert worden sein, aber irgendetwas kommt immer dazwischen-meistens die Arbeit…

Was Ultraläufe angeht, ist meine Konzentration  ganz auf Taubertal 100 fixiert und zuvor noch 6 h Läufe und diverse Marathonläufe.Innerlich beschleicht mich im Moment eine Art Angst, dass die Gesundheit darunter leidet, aber es gibt Ziele, die will ich auf Biegen und Brechen noch erreichen, bevor ich mehr und mehr auf die Knochen achten muß. Ein 24 h Lauf würde ich gerne nochmal machen, aber sehr ist die Gefahr, das ich danach wieder in ein Loch falle,wie im letzten Sommer..

Die Woche vor dem ersten HM des Jahres, der seit 2005 in Porz gelaufen wird, verbrachte ich gelassen und ruhig, machte nochmal Intervalle zu 5 x 2000m, verschaffte mir dann Ruhe und einen Tag vor dem Rennen mache ich nochmal ne gemütliche Runde  über 1 h, um den Kopf zu beruhigen.

Wenn ich erstmal an der Startlinie stehe und mein nicht immer großspurig durchgeführtes Aufwärmeritual absolviert habe, nehme ich keinen Schmerz mehr irgendwo wahr, konzentriere mich nur noch auf die unmittelbare Umgebung und rufe mir in Erinnerung, in welcher Schrittgeschwindigkeit ich angehen muß und ich das halten will (Ich zähle ganz gerne die Schrittfolge anhand von festgelegten Abgrenzungen von 2 Punkten,mache ich aber nur im Wettkampf so…)Ein Blick auf die Uhr, die mir die aktuellen km/h anzeigt,läßt mich wissen, ob ich mehr Kraft aufwenden muß, um schneller zu sein,oder ob ich mir gerade Vorsprung zu meiner vorgestellten Durchgangszeit rausgelaufen habe, wie zuletzt bei den 15km ,wo ich überrascht war, dass ich bei 10km  um 50 Sekunden schneller war, als noch 2 Wochen zuvor.Da war mir dann auch klar:”Lauf so weiter und Du brauchst keine Angst vor dem Ziel zu haben, du erreichst es schneller, als überhaupt gehofft”.Ich achte peinlich genau auf bestimmte Vorderleute und setze mir zum Ziel, die noch im Laufe des Rennens “zu kaufen”,also einzuholen. Manchmal klappt, was aber daran liegt, das die Jungs meist einbrechen, nicht weil ich schneller werde…Aber ich versuche noch weiter – immer weiter und schneller, um das Gewissen zufrieden zu stellen.Mit einem ruhigen Gewissen, für seine Verhältnisse eine gute Platzierung zu laufen, rennt es sich nochmal viel schneller. Das sind alles Gedankenspiele, die mich in einem Rennen beschäftigen und wenn es denn irgendwann mal zwickt, mache ich den Fehler und laufe gegen den Schmerz an(…wird ja schon nicht so schlimm sein…),der sich dann auch wieder verkrümelt . Die Quittung kommt dann meist am nächsten Tag, wenn man gehörigen Kater in den Muckis hat.  Ein Beitragsbild für den heutigen Eintrag kann ich leider nicht liefern, da ich heute einen Tag  ohne große Aufgaben hatte und mir einfach mal die Zeit vertreiben wollte, um den Blog hier irgendwie ein wenig aktuell zu halten. Der nächste Eintrag folgt am Sonntag,oder Montag, wenn die Winterserie absolviert ist und ich  den ersten Wettkampf in der M40 mit harter Konkurrenz abgeschlossen habe. Meine Motivation ist, schneller zu sein, als im Vorjahr, wo ich die Serie in der M35 noch gewann und für die 46km 3:11 h benötigte. Da müßte ich rechnerisch am Sonntag eine 1:25 h einfahren. Aber unmöglich, das zu packen.

Ganz gelesen zu sagen:” Ich starte, weil ich letzter  werden will”(bei Ultraläufen ganz gut, um die Cut-off-Zeiten einzuhalten),kommt für mich nicht infrage, auch wenn ich mir dadurch eine Menge Druck wegnehme, aber dann wäre die Motivation auch nicht da,den Schweinehund zu ärgern. Ich muß immer unter Druck laufen,den ich mir selbst mache, aber wie es läuft, das bestimmt noch der Kopf .

…1:25 h…(*träum*)…

Inselkoller…

Zu Ehren meiner alten Mutter, die runde 60 wurde, hatte ich 4 Tage Aufenthalt auf Sylt, einem Eiland, mit dem ich nicht “grün” werde(werden möchte)! Es war letztes WE (seit 10.2. dort arschkalt, wir hatten  zum teil böigen Ostwind,der die Temperaturen um 0 Grad gehörig kälter anfühlen lies (-10 gefühlt) und meine Laufstrecken   suchte ich mir meist spontan nach Lust und Laune aus, verlor auch mal die Orientierung, aber fand immerwieder zurück. Im Hinblick auf den letzten Tag der Porzer Winterserie am kommendem Wochenende, wo der HM ansteht, den ich in 1:27 h schaffen möchte, will ich nicht zuviel machen und so blieb es bei 30 km mal auf Strasse,mal im Sand, um verschiedene Reize zu setzen. Das Laufen auf dieser Insel fiel mir schwer, weil ich das zu urban hier finde. Ich mag nunmal Landschaftsläufe und sofern ich nicht am Meer gelaufen bin, kam bei mir auch keine Lauflust auf…Inselkoller eben…:-( Ich mag zwar das Meer und die endlose Weite ,aber so eine stadtgeprägte Insel wie Sylt gehört nicht zu meinen Lieblingen,ganz im Gegenteil! Ich bin heilfroh, wenn dieser Pflichtbesuch erledigt ist  und ich wieder zuhause bin und meine gewohnten Strecken laufen kann.

Wenn ich zuhause bin, klopfe ich nochmal 2km Intervalle ab, was dann reichen muß und Samstag vorher nochmal eine regenerative Runde .Die weiteren Planungen in wettkampftechnischer Hinsicht wird dann der 6h Lauf in Münster sein Mitte März.

Ich liege meiner letztjährigen Kilometerleistung um Längen nach, aber solange ich meine Zeiten halten kann, bin ich zufrieden. Es ist einfach nur reine Kopfsache.

 

 

 

Der Puma lebt…

Nachdem 2015 das Trikot mit dem weißen Puma zu meinem Markenzeichen wurde und mir viele gute Läufe beschert hat,schüchterte mich die Grippe Anfang des Jahres dermaßen ein, dass ich nach dem verhauenen Zehner vor 2 Wochen (42:35) eine “innere Unruhe” vor dem 15km Lauf verspürte, die mir in gewisser Weise Furcht vor den 15km machte, denn unter der Zeit war nicht so richtig  ein Trainingprogramm möglich, weil es zum einen überall zwickte und das Wetter schon irgendwie  den Rest dazutat.Ich hänge dem Vorjahr gewaltig hinterher und mußte mich zwingen das Mentaltraining in Hinblick auf den vergangenen Sonntag  hinzubekommen.

Dann war er da, der Tag X, Tag 2 der Porzer Winterserie. Der Start  war am Mittag. Kurzes Einlaufen bei +5-6 Grad, dann der Start. Ich war am Start etwas verhalten, aber konnte es natürlich nicht vermeiden zu schnell anzugehen, versuchte meine Uhr nicht auf unter 14km/h kommen zu lassen, was eine ganze Weile sehr gut gelang. auch wenn es während der 3 Runden zu 5km irgendwann wieder einen Punkt gab, wo einem die Lust fehlte, ttet der Kopf seine Arbeit und spreche zu meinen Beinen, die sich eher im Kraftsparmodus bewegten( Kurze schrie, dafür schnelle Schrittintervalle,so ließ sich das Tempo konstant halten. ein Läufer, der vor 2 Wochen unter 39 min. auf den 10km gelaufen war, war für die zweite Streckenhälfte mein Laufpartner. Meine Taktik ,ihn zuzuklatschen und die Luft zu nehmen griff nicht, da ich mir selbst die Luft sparen wollte. Die erste Runde hatte ich mir eine Durchgangszeit von 20:30 gesetzt, schaffte dies auf die Sekunde, und war in der zweiten Runde  mit 41:40 min. 50 Sekunden unter dem ,was ich mir im Vorfeld ausgerechnet hatte. Purer war genug rausgelaufen und die geplante 1:05 er Zeit war zum Greifen nah. Jetzt das Tempo halten. Mein Mitläufer sorgte dafür, dass mir ständig einer im Rücken lag, was mich voran trieb. Innerlich malte ich mir ein Bild aus, wie ich auf den letzten 100m  nochmal aufdrehe und es kam genau so: Meinen Kontrahenten konnte ich nur auf geringer Distanz halten und so kam es zu einem fulminanten Showdown  u nd einem Fotofinish nach 1:03:12 h !!! 37 Sekunden hinter der PB,schade, aber die 1:30 sollten in 2 Wochen  auf dem HM allemal machbar sein?1 Noch bis dahin etwas Intervalle und einen längeren Lauf machen und einfach sehen, dass ich entspannt bleibe und ruhig. Das Gefühl, was sich nach dem Zieleinlauf einstellte, war schon gut und ein gewisser Stolz auf meine Kopfleistung konnte ich mir selbst gegenüber nicht verheimlichen. Ich bin gespant, was in 2 Wochen Fakt ist.. Fazit: Ich bin da ,wo ich hingehöre, weiter auf meinem persönlichen Weg nach oben und das Trikot symbolisiert: Der Puma lebt wieder!!

Winter….. -Kaltstart ins neue Jahr !

Alle gewollten Vorsätze konnten aufgrund der  Witterung nicht so ganz eingehalten werden: Zunächst die Grippe, dann 22cm Schnee, die es unmöglich machten im Stadion Intervalle zu laufen und schmierige Straßen, die reichlich Kraft kosteten.

Die Vorbereitung auf die Porzer Winterserie, die am 22.01. startet (10km) war alles andere als optimal und durch die viele Arbeit im Winterdienst hat der Körper sehr wenig Schlaf bekommen,dass es auch mal Tage gab, wo ich nicht die Kraft hatte zu laufen. So hinkte ich der Kilometerleistung vom Vorjahr um einiges hinterher, werde aber nach dem ersten Lauf der Serie darum bemüht sein, noch Kilometer aufzuholen.

Kurz vor Weihnachten gab es ein Ereignis im familiären Bereich, das mir Kraft fürs neue Jahr gibt, aber dazu später mehr..

So war er da, der Tag an dem ich in die M40 startete und wo ich mir etwas behäbig vorkam und alle Kraft versuchte zu mobilisieren, aber es war schwer.  Nach 2 Runden auf der altbekannten Strecke in Köln Porz landete ich ,wie im Vorjahr,auf Platz 89 und   in der M40 auf Platz 10. Die Zeit war mit 42:35 eine Minute langsamer als im Vorjahr. Fazit dieses Starts in 2017:”Naja…. , es war mehr drin, aber eingangs erwähntes  fehlendes Training wirf einen schnell zu rück!”

In 2 Wochen kommen dann die 15km dran, die ich im Vorjahr mit 1:02 h abschloss, diesmal bin ich froh, wenn ich um 1:05 h herum bleibe, oder ich mache bis dahin noch etwas

Das neue Jahr hat begonnen…

.. und mich warf es um Jahre zurück: Nach mehreren Jahren ohne jegliche ernsthafte Erkrankung, war es dieses Jahr direkt am 2. Januartag soweit: Eine fette Grippe marschierte an und dadurch, dass ich noch Winterdienst zu erledigen hatte und dadurch ständig nasse und kalte Füße hatte,beschleunigten das zudem und innerhalb von 3 Tagen lag ich flach wie lange nicht mehr. Ich  habe ja gewöhnlich ein dickes Fell, aber wenn es wirklich nicht mehr geht und ich von mir aus sage, dass ich kein Training mache, dann ist wirklich etwas im Busch…Meine Arbeit fraß mich etwas auf und zeitlich war ich nur bedingt flexibel, um das Training aufzunehmen, aber der “körperliche Verfall” durch den Virus, der wohl schon länger hier umhergeht, war dermaßen heftig, dass ich selbst zu schwach war, am Mittagessen gerade am Tisch zu sitzen.  Ich machte mir so wenig Gedanken um den Sport ,wie noch nie. Egal ,ob Marathon, 100km, oder nur 10km-Rennen, all das interessierte mich zu Beginn dieses Jahres nicht. Im Gegensatz zum letzten Jahr ,wo ich im Januar noch 300km lief, kann ich wohl kaum noch aufholen?!

Erst am 09.Januar  versuchte ich mich vorsichtig wieder ans Laufen heran und drehte 3 Runden an der heimischen Fürwigge-Talsperre. 12.3 km in 58 min.  und dazu eine fast komplette Wegstrecke  ,die vereist war, da war nicht viel zu machen. Zudem war der Hustenreiz wieder da, der mich fast übergeben ließ. Ich bin eben noch nicht da, wo ich sein möchte, bzw. zum Ende 2016 gewesen bin. Jetzt muß ich mich beweisen,ob es in der neuen AK (40) ist, oder auf den ersten Wettkämpfen der Porzer Winterserie. Ursprünglich wollte ich im Januar die Sub 40 auf 10km anpeilen, aber der Rückschlag  hat mich ausgebremst. Ich muß versuchen, nun das Beste draus zu machen und werde auch in diesem Jahr über meine Lauferlebnisse berichten und Interessierte unterhalten. Geschichten aus dem Laufalltag eines  positiv Bekloppten. Der ein oder andere Freund des Sports wird sich sicher in Gedanken wiederfinden, hoffe ich?!

59.Silvesterlauf Gummersbach

Zum Abschied aus der M35 wollte ich ,wo ich mal Silvester zuhause bin, in der Heimat einen Silvesterlauf machen,nachdem ich im letzten Jahr auf Sylt zum ersten Mal an einer derartigen Veranstaltung teilnahm.Laut Veranstalter war es der älteste und härteste Silvesterlauf…

Hier im Bergischen  startete um 11.10 h der Lauf über 10,7 km, der mir aufgrund der Vielzahl an Höhenmetern dermaßen anspruchsvoll vorkam,dass auch mal Gehpausen gemacht werden mußten. Ich bin zwar durch meine Umgebung zuhause Berge gewohnt,aber wann trainiere ich diese schonmal????Die Veranstalter lagen nicht daneben mit der Aussage, dass dies ein harter Lauf sei!

Aus dem Stadion Lochwiese ging es um den Kehrberg,auf den wir Läufer ersteinmal gefühlte 150 Höhenmeter auf den ersten 2-3 km überwinden mußten, folgte ein Berg- und Talfahrt durch die Wälder, die Crosscharakter hatten. Ich nahm mir vor, das Beste rauszuholen, aber die Motivation zum Ende des Jahrs ist eben nicht die, die ich jetzt bei Wettkämpfen an den Tag lege.Der Kopf wollte heute nicht so,also  überstand ich Kilometer um Kilometer. Nach 10,7km und etlichen Höhenmetern kam ich nach 55:36 min. ins Ziel und belegte den 58. Gesamtplatz und Rang 10 der AK 35. Das wars,nun gehts in die M40, mit saustarken Konkurrenten und wenn die Gesundheit mitspielt,werde ich alles dafür tun, dass mich viele nur von hinten sehen… (außer auf Wendepunktstrecken….:-)))  )

Für Euch, liebe Leser,dieses Blogs wünsche ich viel Gesundheit, Stärke, dass Ihr Eure Ziele erreicht, dass wir  in politisch ruhigeren Fahrgewässern treiben und glücklich und zufrieden sein werden.

Das Ziel erreicht…

Nachdem ich die 2500km schon vor einiger Zeit erreicht hatte, stand nun die nächste Hundert auf dem Programm. BIs Silvester noch so viele Km draufhauen, wie es  eben geht. Nun  haben sich zuletzt körperliche Problemchen eingeschlichen, die hier und da Pausen notwendig machten. Ich verfolge zur Zeit einen Trainingsplan  über 10km in 39 min. , mache auch schonmal Training auf dem Laufband, um nicht raus zu müssen, wenn es dunkel und kalt ist. Das Gute , dass ich das Tempo vorgegeben bekomme und halten muß , um nicht  zu fallen. Ein echter Vorteil!

Heute (28.12.2016) war es dann soweit: Noch 17km bis 2600 km in diesem Jahr.

Ich für zur nahegelegenen Verstalsperre nach Lüdenscheid,da eine Umrundung  ca. 16km beträgt, zumindest war das mein Glauben. Dass ich in gemütlichem Langstreckentempo, ohne Wettkampfambitionen. (5:30 er Pace) meine Runde lief und mir auffiel, dass die Talsperre zu wenig km Umfang hat, um  die 2600 km zu packen, umlief ich das Vorstaubecken  zweimal und machte die Punktlandung fest! Jetzt noch einen Silvesterlauf und ich habe ziemlich genau 600km zum Vorjahr mehr gelaufen.

An Weihnachten wurde mir eine Entscheidung abgenommen: Da ich selbst aus Unsicherheit den Sprung nicht schaffte, mich zum 100km Lauf anzumelden, bekam ich kurzerhand einen Startplatz für den Taubertal 100 geschenkt.  Ich definiere die Ziele fürs kommende Jahr  wie folgt: Zehn Km in unter 40:20 (unter 40 wäre mir lieber), Marathon weiter runterschrauben auf 3:15 h und sämtliche Ultras verbessern ( 6 h Lauf  auf 80km, 50km in 4:10 h und den 100 in 10:30 h) Ich gehe gelesen an die Sachen ran, da es nichts bringt , sich verrückt zu machen,aber ich werde davon hier erzählen!