Alles Kopfsache…?

Ich bin zuletzt extrem faul gewesen und möchte versuchen , noch so einige Kilometer dieses Jahr zu reißen, befinde mich aber schon in der Planung für das kommende Jahr, wo wieder einige Kracher auf mich warten werden und hohe Hürden zu bewältigen sein werden.

Aber gänzlich im Vordergrund ist das Ziel, die 10km endlich einmal in unter 40 Min. zu packen. Ich plane für das nächste Jahr mal wieder einen Hunderter, einen Zeitlauf über X-Stunden und mind. einen Marathon auf Zeit. Nun habe ich versucht, die letzte Zeit ,wo es arbeitstechnisch auch ruhiger wurde,mich damit zu befassen,wie man Training gestalten könnte. Hier wäre ich über Hinweise und Erfahrungswerte anderer Läufer sehr dankbar, ob das Angedachte so umsetzbar ist: Im ersten Jahresdrittel volle Konzentration auf einen Zehner Trainingsplan, dann einen Plan auf 100km verfolgen-überstehen und zum Schluß auf Marathon gehen. Ganz nebenbei habe ich es ja auch zuletzt geschafft, mit einem Marathonplan die bestehenden Zehnerzeiten zu verbessern.Dank des Intervalltrainings erlangte ich so ein Gefühl für das Tempo und der Kopf sorgte bei den Läufen für die Umsetzung, zumal ich mich körperlich auch fit fühlte. Dank der beginnenden Hüftarthrose seh ein mich zur Zeit eher weniger in der Lage, jemals die erreichten 40:30 zu unterbieten.

Diese Woche paukte ich mir nochmal die Sache mit der letzten Chance beim Nikolauslauf ein, wo ich im letzten Lauf der M35 nochmal einiges reißen will und trainierte mir auf dem Laufband nochmal die Zeit /Geschwindigkeit 15 km /h an, die ich gerne am 04.12. umsetzen würde. Wenn es nach meinem Kopf geht, ist das kein Problem, aber was die Kraft in den Beinen dazu sagt, steht auf einem anderen Stück Papier.  Ich setze mir bewußt die Ziele hoch und rede mir die ganze Zeit ein, etwas zu schaffen, bis ich es selbst glaube. Ist mein Gewissen dann beruhigt, kann ich locker an den Start gehen und höre das Denken auf . Ich konzentriere mich voll auf meine Schritte, zähle sie ab, wie ich es auf dem Laufband bei Geschwindigkeit X tue und muß mir glaubhaft machen, dass ich  das durchhalte. Habe ich einen Durchhänget, sehe ich durch ein Teilstück Steigerung zu , die verlorene Zeit aufzuholen. Keine Ahnung, wie es Euch so ergeht, aber ich bin während eines Wettkampfes nur mit Zahlenspielen beschäftigt, da ich meine Hauptaugenmerk immer auf dem habe, was ich erreichen möchte. Es tat zuletzt gut, einmal ohne Uhr und ohne Handy in der Hand einen Wettkampf zu laufen und sich nur darauf zu verlassen, was der Kopf vorgab. Man bekommt viel der ein Gefühl für Tempo, wenn man sich unabhängig von Technik macht und auf seinen Körper hört. Bei so ambitionierten Zielen reicht es, wenn man die Durchgangszeiten erfährt und weiß, was in der nächsten Runde/den nächsten Runden besser zu machen ist. Das setzt bei mir Adrenalin frei und die Motivation,noch einen drauf zu legen, ist sofort wieder da.

Alles reine Kopfsache eben… Man läuft mit dem Kopf!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Author: runningmanblog

Ich bin Christoph, 39 Jahre alt (Baujahr 1977),bin über den Fußball früher in der Jugend an den Sport gekommen, habe nach einen Unfall mit Halbseitenlähmung 1998 den Kampf mit mir selbst aufgenommen und in der Reha gesagt:"Wenn ich jemals wieder laufen kann(was man damals noch nicht wußte...),mache ich etwas , was nicht jeder macht:Ich laufe (einen)Marathon. -nunja, das ist jetzt fast 20 Jahre her,wettkampfmäßig liegen 30 Marathons hinter mir, viel Trainingsdistanzen über Marathon, einige Ultras, ein 24 Std. Lauf, unzählige Halbmarathonläufe und Stadtläufe über 10 km,aber eins ist das Schöne am Laufen :Man hat immerwieder Ziele und wird rastlos,kommt nie zur Ruhe.Wie sagte der Welttorhüter Oli Kahn damals ,als er die "last-minute Meisterschaft 2001 in Hamburg gewann?: Du mußt weitermachen-immer weitermachen,denn es geht noch höher,noch weiter". Irgendwann war er Weltcupsieger,Weltmeister und gewann die Champions-League. Ungut,meine Ansprüche sind nicht so hoch, aber der Ehrgeiz ist ähnlich wie bei Oli Kahn,auch die Verbissenheit, aber das wir in den Berichten, die ich nach diesem Eintrag erst beginne zu schreiben,noch deutlich. Beruflich führt mich mein Weg durch den Gartenbau,ein manchmal nerviges Geschäft,nicht umsonst habe ich versucht, dich Zusatzausbildungen (Lauftrainer,Personal-Trainer usw.) ein Standbein in dem Bereich aufzubauen,wobei mir das Erreichen der eigenen Ziele aber erstmal ganz obenan steht. Ihr werdet im Lauf der Berichte, die ich nach und nach aus der Schublade hole, erfahren, was so alles in mir vorgeht, welche Denkweisen , Erfahrungen mich zu welchen Entscheidungen lenkten. Natürlich kommt an der ein oder anderen Stelle auch mal Privates zutage,so dass es im weitesten Sinne eine Lebensgeschichte wird...

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