leere Tage… Gedanken übers Laufen

Seit dem Kölnmarathon hat sich nur der Herbstlauf in mein Programm geschlichen und das Training begrenzte sich auf Minimum, zumal ich beruflich derartig viel ausgelastet war, dass nach 10-12 Std. körperlicher , recht harter Arbeit, nicht mehr so der Sinn auf “Knochen durch die Natur schleifen” stand. Lediglich ein Intervalltraining über 3x 2000m (8:15/8:20/8:25), was mich zeigte, das eine gewisse Grundschnelligkeit ja doch noch da ist.

Meine Essenkultur hat sich auch einem Schlendrian unterzogen, aber sobald es ins neue Jahr geht, gibt es wieder den Vorsatz, “Von Silvester bis zum ersten Marathon des Jahres keine Süßigkeiten,Alkohol sowieso nicht (schon seit 2 Jahren nicht mehr)”

Diese leeren Tage wurden dazu genutzt, um kommendem Sonntag, den 6. Nov, einen Tag vor meinem 39. Geburtstag, mental gut auf den 50km -Lauf vorbereitet zu sein. Wenn ich besser sein will, als im Vorjahr ,sollte ich 4:15 h laufen und ich behaupte, dass das bei meiner schleichenden Arthrose in der Hüfte alles reine Kopfsache ist. Ich weiß nicht, wie lange ich auf dem Level noch Wettkampflaufen betreiben kann, also nehme ich nochmal alles mit, solange es gut geht, auch wenn die Schmerzen und die Knochenmüdigkeit nach Trainings und nach Wettkämpfen enorm sind. Aber ich fresse alles gemütlich in mich rein nach dem Motto (“Indianer kennt keinen Schmerz!”)  Irgendwann kommt von irgendwoher eine Quittung, aber eben nicht im Moment und das ist es, was mich zur Zeit am laufen hält und dem Streben nach Zielen,die erreichbar sein könnten….

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Author: runningmanblog

Ich bin Christoph, 39 Jahre alt (Baujahr 1977),bin über den Fußball früher in der Jugend an den Sport gekommen, habe nach einen Unfall mit Halbseitenlähmung 1998 den Kampf mit mir selbst aufgenommen und in der Reha gesagt:"Wenn ich jemals wieder laufen kann(was man damals noch nicht wußte...),mache ich etwas , was nicht jeder macht:Ich laufe (einen)Marathon. -nunja, das ist jetzt fast 20 Jahre her,wettkampfmäßig liegen 30 Marathons hinter mir, viel Trainingsdistanzen über Marathon, einige Ultras, ein 24 Std. Lauf, unzählige Halbmarathonläufe und Stadtläufe über 10 km,aber eins ist das Schöne am Laufen :Man hat immerwieder Ziele und wird rastlos,kommt nie zur Ruhe.Wie sagte der Welttorhüter Oli Kahn damals ,als er die "last-minute Meisterschaft 2001 in Hamburg gewann?: Du mußt weitermachen-immer weitermachen,denn es geht noch höher,noch weiter". Irgendwann war er Weltcupsieger,Weltmeister und gewann die Champions-League. Ungut,meine Ansprüche sind nicht so hoch, aber der Ehrgeiz ist ähnlich wie bei Oli Kahn,auch die Verbissenheit, aber das wir in den Berichten, die ich nach diesem Eintrag erst beginne zu schreiben,noch deutlich. Beruflich führt mich mein Weg durch den Gartenbau,ein manchmal nerviges Geschäft,nicht umsonst habe ich versucht, dich Zusatzausbildungen (Lauftrainer,Personal-Trainer usw.) ein Standbein in dem Bereich aufzubauen,wobei mir das Erreichen der eigenen Ziele aber erstmal ganz obenan steht. Ihr werdet im Lauf der Berichte, die ich nach und nach aus der Schublade hole, erfahren, was so alles in mir vorgeht, welche Denkweisen , Erfahrungen mich zu welchen Entscheidungen lenkten. Natürlich kommt an der ein oder anderen Stelle auch mal Privates zutage,so dass es im weitesten Sinne eine Lebensgeschichte wird...

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