Das Laufen macht mich rasend..:-) ( Gedanken vom 11.09.2016)

Es war ein Tag im Spätsommer 2016, wunderbar angenehm,nicht zu heiß ,nicht zu kalt, aber trocken. Ich wollte mal auf zu neuen Ufern, andere Strecken in Köln laufen, als immernur am Decksteiner Weiher und um das Müngersdorfer Stadion, also warum nichtmal den Kölnpfad testen?  Vom Geißbockheim in Richtung Rhein, immer im Blick der weiße Kreis auf schwarzem Grund,das Symbol des 171km langen Wanderweges rund um Köln. Bis km 8 ging es gut, doch dann war entweder ich zu unaufmerksam,die Beschilderung kacke oder alles auf einmal, jedenfalls war ich vom rechten Pfad abgekommen,ärgerte mich. Also auf direktem Wege zum Rhein,wo die Leute im Süden, unterhalb der Rhodenkirchener Brücke im Strand lagen.  Und wieder tauchten die Ermüdungserscheinungen in den Beinen auf, die mir Angst machen in 3 Wochen den Marathon nicht zu schaffen… Ich machte noch ein kleinen Brückenlauf über 4 der 7 Brücken und wollte prompten Fußes nachhause und suchte nach Anhaltspunkten für  meinen Weg. Das gute Tempo vom Anfang (4:50er Pace) hatte ich längst verschleppt und lag eine Minute drunter. Das Intervalltraining unter der Woche klappte  mit 4:20 bestens und vollkommen schmerzfrei, aber kaum, dass ich langsamer laufe, taucht Schmerz auf, das macht mich hinsichtlich des Trainings unsicher und ich muß gehen ,wie ein alter Mann. Mehr eiern, statt laufen,vollkommen unrund…

Einige Tage später merkte ich, dass ich schnelles Tempo nicht mehr über lange Zeit gehen kann und ich froh bin, den Kölnmarathon in 4 h zu packen und beim Botropper Herbstwaldlauf so gut abzuschneiden, wie im letzten Jahr.

Ich habe lange Zeit meinen 3 h Plan eingehalten, werde mir aber mal eine vernünftige Auszeit und langes Tapering gönnen,wie vor Stockholm (und da sprang auf einmal wieder die 3:26 h raus… Ich teste es mal, aber der Zenit vom Jahresbeginn scheint vorüber???

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Author: runningmanblog

Ich bin Christoph, 39 Jahre alt (Baujahr 1977),bin über den Fußball früher in der Jugend an den Sport gekommen, habe nach einen Unfall mit Halbseitenlähmung 1998 den Kampf mit mir selbst aufgenommen und in der Reha gesagt:"Wenn ich jemals wieder laufen kann(was man damals noch nicht wußte...),mache ich etwas , was nicht jeder macht:Ich laufe (einen)Marathon. -nunja, das ist jetzt fast 20 Jahre her,wettkampfmäßig liegen 30 Marathons hinter mir, viel Trainingsdistanzen über Marathon, einige Ultras, ein 24 Std. Lauf, unzählige Halbmarathonläufe und Stadtläufe über 10 km,aber eins ist das Schöne am Laufen :Man hat immerwieder Ziele und wird rastlos,kommt nie zur Ruhe.Wie sagte der Welttorhüter Oli Kahn damals ,als er die "last-minute Meisterschaft 2001 in Hamburg gewann?: Du mußt weitermachen-immer weitermachen,denn es geht noch höher,noch weiter". Irgendwann war er Weltcupsieger,Weltmeister und gewann die Champions-League. Ungut,meine Ansprüche sind nicht so hoch, aber der Ehrgeiz ist ähnlich wie bei Oli Kahn,auch die Verbissenheit, aber das wir in den Berichten, die ich nach diesem Eintrag erst beginne zu schreiben,noch deutlich. Beruflich führt mich mein Weg durch den Gartenbau,ein manchmal nerviges Geschäft,nicht umsonst habe ich versucht, dich Zusatzausbildungen (Lauftrainer,Personal-Trainer usw.) ein Standbein in dem Bereich aufzubauen,wobei mir das Erreichen der eigenen Ziele aber erstmal ganz obenan steht. Ihr werdet im Lauf der Berichte, die ich nach und nach aus der Schublade hole, erfahren, was so alles in mir vorgeht, welche Denkweisen , Erfahrungen mich zu welchen Entscheidungen lenkten. Natürlich kommt an der ein oder anderen Stelle auch mal Privates zutage,so dass es im weitesten Sinne eine Lebensgeschichte wird...

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